Eva Zahn und Volker A. Zahn, DrehbuchautorenAktuelles von Eva Zahn und Volker A. Zahn, DrehbuchautorenFri, 14 Aug 2026 14:13:36 +0200Volker A. Zahn im Interview mit literaturkritik.de: „Wir glauben an die Kraft einer guten Geschichte“https://zahns.com/aktuelles/135/volker-a-zahn-im-interview-mit-literaturkritik-de-wir-glauben-an-die-kraft-einer-guten-geschichte<p>Für die aktuelle Ausgabe des Kulturmagazins <a href="http://literaturkritik.de/?fbclid=IwcGRvZgVleHRuA2FlbQIxMABicmlkETBTOGFnTlJJbDdRQnEwVGpTc3J0YwZhcHBfaWQQMjIyMDM5MTc4ODIwMDg5MgABHm5rHiVQ1IOyW-ZKEWaEdHYNfNGOX_4MzxNu9-2KA2icCAFPxguXYksFs3td_aem_B2IMaP8t_g6vl8wElbnfaw" rel="nofollow noreferrer" tabindex="0" target="_blank">literaturkritik.de</a> hat Volker A. Zahn mit dem Journalisten Herbert Hoven über Lust und Frust beim Drehbuchschreiben gesprochen. Was den Autor und seine Frau Eva beschäftigt, motiviert und verärgert, ein Gespräch über Persönliches, Politisches und Dramaturgisches – und warum sich im Krimi die leidige Frage nach dem Alibi nicht immer vermeiden lässt. Das ganze Interview gibt&#39;s unter <a href="https://literaturkritik.de/hoven-zahn-im-tatort,32163.html?fbclid=IwcGRvZgVleHRuA2FlbQIxMABicmlkETBTOGFnTlJJbDdRQnEwVGpTc3J0YwZhcHBfaWQQMjIyMDM5MTc4ODIwMDg5MgABHvOee_YtsUsI1DH13BjJ6TK3M6OQDyIQPhlRg3WBGNK7nEBoswvbcLkIuvvM_aem_tOP_TU6DwvxZIwJcBhlN8g" rel="nofollow noreferrer" tabindex="0" target="_blank">https://literaturkritik.de/hoven-zahn-im-tatort,32163.html</a> Anbei ein paar interessante Passagen aus dem längeren Gespräch:</p> <p><em>Über die Schwierigkeit, relevate Stoffe zu platzieren:</em></p> <p>„Wir müssen jemanden finden, der sich für unsere Idee oder Geschichte begeistert, und diese Person muss dann im Sender für unser Projekt kämpfen. Bei der Vielzahl an Gremien, die zum Beispiel die ARD bevölkern, gleicht dieser Prozess oft einem Lotteriespiel. Und seit die öffentlich-rechtlichen Sender angefangen haben, ihr Publikum in Zielgruppen oder &#39;Eroberungszielgruppen&#39; aufzuteilen, wird es für uns Kreative noch schwieriger zu verstehen, wonach die Redaktionen suchen. Wahrscheinlich sind wir da etwas naiv, aber wir glauben noch immer an die Kraft einer guten Geschichte und starker Charaktere – und dass wir mit einer mitreißenden, emotionalen und spannenden Story die Raumfahrttechnikerin genauso erreichen können wie den BWL-Studenten und die Netto-Kassiererin. Die Idee, für bestimmte Bevölkerungsgruppen wie &#39;junge statusorientierte Frauen&#39; oder &#39;Verunsicherte&#39; passgenaue fiktionale Projekte anzubieten, widerspricht fundamental unserem Anspruch als Geschichtenerzähler, möglichst viele und unterschiedliche tickende Menschen für unsere Story zu begeistern. Aber es gibt überdies ja auch noch eine Tendenz hin zu mehr Eskapismus. Und je mehr sich in den letzten Jahren die Weltlage verschlimmert hat, desto größer ist in den Sendern das Bedürfnis nach leichten Stoffen, nach dem Wegträumen. Nicht falsch verstehen: Gegen eskapistische Stoffe ist grundsätzlich nichts einzuwenden und die Zuschauenden auf diese Art zu gewinnen, ist ebenfalls eine hohe Kunst. Aber dieser Trend darf eben nicht dazu führen, dass für die politisch oder gesellschaftlich relevanten Themen kaum noch Sendeplätze freigehalten werden.“</p> <p><em>Über das gescheiterte Serienprojekt „EG Hoffnung“ (Westside Film/Constantin):</em></p> <p>„Wir haben vor circa fünf Jahren angefangen, eine Serie über den Missbrauchsskandal von Bergisch-Gladbach zu entwickeln. Im Oktober 2019 wurden bei einer Hausdurchsuchung zahlreiche Festplatten mit Terabytes kinderpornografischen Materials sichergestellt. Dahinter steckte ein Netzwerk aus Tausenden Missbrauchstätern, die sich via Internet zu schlimmsten sexuellen Gewalttaten gegen Kinder verabredeten. Und in diesen Sumpf tauchte jetzt eine Ermittlungsgruppe ab, die dabei einen Paradigmenwechsel in der Polizeiarbeit vollzog: Es ging natürlich darum, die Täter zu finden und ihnen den Prozess zu machen, aber Priorität hatte die Rettung der Kinder<em>.</em> Diese Beamtinnen und Beamte sind für uns echte Helden, Menschen, die zum Wohl der Opfer ihre eigene Gesundheit riskieren. Wir fanden es wichtig, die Geschichte dieser Heldinnen und Helden zu erzählen, und als der WDR signalisierte, dass er das ähnlich sieht, begannen wir mit der Arbeit. Drei Jahre haben wir recherchiert und geschrieben, wir haben dabei sehr eng und vertrauensvoll mit den zuständigen Ermittlerinnen und Ermittlern zusammengearbeitet, wir haben ungeheuerliche Dinge erfahren, die Recherche war intensiv und belastend, wir hatten die Unterstützung des Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung, das Schweizer Fernsehen wollte unbedingt in das Projekt einsteigen und hat entsprechende finanzielle Mittel in Aussicht gestellt. Als wir die sechs Bücher dann geschrieben und abgegeben hatten, begann eine Gremien-Odyssee, an deren Ende uns im Juni 2026 mitgeteilt wurde, dass man das Projekt doch nicht realisieren wolle. Über Inhalte wurde in der ganzen Zeit nicht gesprochen, und die Serie wurde auch nicht abgesagt, weil es den Büchern an Qualität gemangelt hat. Es gab keine offizielle Begründung, und so bleibt uns nur zu mutmaßen, dass der Sender erhebliche Zweifel an der Publikumswirksamkeit dieses Stoffs hat. Sexuelle Gewalt gegen Kinder ist für uns aber eine Thematik, die – verantwortungsvoll fiktional aufgearbeitet – ins öffentlich-rechtliche Fernsehen gehört. Natürlich ist das kein Feelgood-Thema, aber wenn öffentlich-rechtliche Sender von solchen Projekten, aus Angst das Publikum zu überfordern, Abstand nehmen, ist das für mich auch ein sehr bedenklicher politischer Vorgang.“</p> <p> <em>Über die „kreative Deutungshoheit“ von Drehbuchautor*innen:</em></p> <p>„Zum Schreiben gehört das Verbessern dazu, auch Romane werden lektoriert, aber beim Drehbuch reden halt noch ein paar mehr Leute mit. Du hast die Produktionsfirma, die mitredet, weil eine Szene in einer Location spielt, für die es keine Drehgenehmigung gibt oder die schlichtweg zu teuer ist, du hast die Regie, die mitredet, weil sie inszenatorische Probleme sieht, du hast Schauspielerinnen und Schauspieler, die mitreden, weil sie manche Sätze mundgerechter haben möchten, du hast Senderverantwortliche, die mitreden, weil sie zum Beispiel ein Serien- oder Reihenformat schon lange kennen und dich auf Brüche in der inneren Logik einer Hauptfigur hinweisen. Das sind oft Anmerkungen und Vorschläge, mit denen wir gut leben können und für die wir auch dankbar sind. Alles, was der filmischen Umsetzung unserer Vision nutzt, findet unseren Zuspruch. Heikel wird es erst, wenn es an die Substanz geht, wenn Sätze fallen wie ‘Diese Figur ist mir unsympathisch‘ oder ‘Da geht der Zuschauer nicht mit‘  Das sind Anmerkungen, die sich aus persönlichen Geschmäckern oder Befindlichkeiten speisen und meistens keinen dramaturgischen oder inhaltlichen Nutzen haben, da kann es dann auch mal laut werden. Mittlerweile unterschreiben wir deshalb nur noch Verträge, in denen uns eingeräumt wird, die Regie mit auszusuchen. Früher hat man uns die Regie einfach vor die Nase gesetzt, da wurde in Drehbuchbesprechungen unser Skript auch mal unter Gebrüll – ‘Ich kann diese Scheiße nicht inszenieren!‘ – durch den Raum geschleudert. Da wurde dann gerne mal von Leuten, die keine Ahnung vom Schreiben haben, im Buch rumgepfuscht. Heute schreiben wir die Drehfassung, und die Regie muss sich auf uns und unsere Vision einlassen, nur so macht die gemeinsame Arbeit am Buch auch Spaß. Wir haben zum Glück nur einmal die bittere Erfahrung gemacht, dass wir ziemlich eiskalt aus unserem eigenen Projekt gekickt wurden. Das war für uns die Initialzündung, gegen die Willkür, denen Autorinnen und Autoren oft ausgesetzt sind, politisch vorzugehen.“</p> <p><em>Über Honorare und den Ausverkauf von Werken:</em></p> <p>„Es gibt die Gemeinsamen Vergütungsregeln (GVR) des Deutschen Drehbuchverbands mit den Sendern. Die Mindesthonorare für viele Reihen, Serien und Einzelstücke fallen darunter. Für einen <em>Tatort</em> sind das zum Beispiel fast 90.000 Euro, für ein Einzelstück mehr als 65.000 Euro. Für Außenstehende hört sich das nach viel Geld an, aber wir reden hier über das Honorar für mitunter jahrelange Arbeit. Problematisch ist zudem, dass die Sender die vereinbarten Mindesthonorare gerne zu Standardhonoraren umwidmen. Und bei der weiteren Verwertung unserer Werke gehen wir meistens leer aus. Ich sehe jeden Tag, dass unsere ARD- und ZDF-Produktionen auf Streaming-Plattformen wie Apple TV, Magenta TV, Prime Video oder Netflix laufen. Von den Erlösen, die die Sender durch den Vertrieb dieser Werke erzielen, sehen wir in der Regel nichts. Aber wir sind es ja gewohnt, ins finanzielle Risiko zu gehen. Die Stoffentwicklung ist hierzulande brutal unterfinanziert und bei Projekten, an denen wir oft jahrelang arbeiten, kann es passieren – siehe unsere Missbrauchsserie –, dass sie am Ende doch nicht realisiert werden, der finanzielle Schaden, der uns dadurch entsteht, ist immens, denn der Großteil des Geldes fließt erst bei Drehbeginn. )…) Vor allem beim Vertrieb unserer Werke mangelt es definitiv an Respekt, da werden dann auf TV-Messen ganze Programm-Pakete an private Abnehmer wie Prime oder Magenta verramscht, zu Spottpreisen, die verhindern, dass auch nur ein Cent bei uns Kreativen ankommt. Um das mal klarzustellen: Das sind mit Gebührengeldern finanzierte Produktionen, die ein Gebührenzahler nur dann noch einmal zu sehen bekommt, wenn er beispielsweise ein Prime-Abo abschließt; während der Sender nach den Gebühren auch noch die Vertriebserlöse von privaten Streaming-Plattformen kassiert – und die Kreativen dabei in die Röhre gucken. Ganz krass: ZDF Studios verkauft seit Jahren die Originaldrehbücher der Serie „Soko Leipzig“ an eine tschechische Firma. Das Remake umfasst mittlerweile mehr als 200 Folgen und ist in Tschechien sehr erfolgreich. Wir Autorinnen und Autoren der Serie sind nur durch Zufall auf den Verkauf unserer Werke aufmerksam geworden, haben beim ZDF nachgefragt und wurden schließlich mit circa 150 Euro (!) pro Buch abgespeist. Zum Vergleich: Der Tarif für ein Originaldrehbuch (Abendprogramm, 45 Minuten) liegt hierzulande bei circa 25.000 Euro. Wir betroffenen Autorinnen und Autoren haben uns jetzt zusammengetan, einen Anwalt engagiert und dem ZDF mit Klage gedroht. Der Sender signalisiert zwar Entgegenkommen, aber die Summen, die uns in Aussicht gestellt werden, sind vor dem Hintergrund des Werts, den unsere Bücher für das ZDF und vor allem für den tschechischen Partner haben, einfach nur lächerlich. Und die Anwaltskosten machen das Ganze auch nicht erfreulicher.“</p> <p><em>Über einen Krimi ohne Mord:</em></p> <p>„Ein guter Krimi braucht nicht unbedingt einen Mord. Aber einen <em>Tatort</em> ohne Mord zu erzählen, ist natürlich eine Herausforderung, weil die vermeintliche Publikumserwartung mit einem starken Plot ausgetrickst werden muss. Abgesehen davon, dass es ungeschriebene Sender-Gesetze gibt, die den erzählerischen Korridor massiv einengen. Legendärer Satz eines Redakteurs: ‘Im Tatort muss in den ersten fünf Minuten eine Leiche auftauchen!‘ Außerdem wird unterstellt, dass ein guter TV-Krimi immer auch das Bedürfnis des Publikums nach Gerechtigkeit bedienen muss. Am Anfang treibt das Böse sein Unwesen, und dann stellen die Heldinnen und Helden die Ordnung wieder her. Da ist wahrscheinlich was dran, aber ich glaube, dass auch eine Krimigeschichte mit offenem Ende gut funktioniert, man muss sie halt brillant erzählen und den Mut haben, dem Publikum etwas zuzutrauen.“</p>https://zahns.com/aktuelles/135/volker-a-zahn-im-interview-mit-literaturkritik-de-wir-glauben-an-die-kraft-einer-guten-geschichteFri, 14 Aug 2026 14:13:36 +0200Eva Zahn und Volker A. Zahn für zwei bedeutende Medienpreise nominierthttps://zahns.com/aktuelles/134/eva-zahn-und-volker-a-zahn-fur-zwei-bedeutende-medienpreise-nominiert<p>Über gleich zwei besondere Nominierungen können sich Eva Zahn und Volker A. Zahn in diesem Herbst freuen: Für das Buch zum Prostituierten-TATORT „Siebte Etage“ hat das Land Niedersachen das Kölner Ehepaar für den renommierten Juliane Bartel Medienpreis 2025 nominiert. Mit dem Preis werden Autor*innen ausgezeichnet, die sich in ihren Beiträgen auf profunde Weise mit den Themen Gleichstellung, Frauenrechte und Machtmissbrauch auseinandersetzen.</p> <p>„Siebte Etage“ (Regie: Hüseyin Tabak) erzählt von Frauen, die in einem Kölner Groß-Bordell arbeiten und dort einer zutiefst traumatisierenden Tätigkeit nachgehen, gesellschaftlich stigmatisiert und von Männern als Sex-Objekte benutzt.</p> <p>Die Preisverleihung findet am 18. November 2025 in Hannover statt.</p> <p>By the way: 2018 wurden Eva Zahn und Volker A. Zahn für die Bücher zu ihrer ZDF-Serie „Zarah - Wilde Jahre“ schon einmal mit dem Juliane Bartel Medienpreis geehrt.</p> <p>Und noch ein Grund zum Jubeln in der kölnischen Drehbuch-Manufaktur: Der TATORT „Colonius“ (Regie: Charlotte Rolfes) geht bei der diesjährigen „TeleVisionale“ ins Rennen um den Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und um den 3satPublikumspreis!</p> <p>Die „TeleVisionale – Film und Serienfestival Weimar“ gehört zu den renommiertesten Festivals für TV-Movies und Serien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Nominiert sowohl für den begehrten Preis der Akademie als auch für den 3satPublikumspreis werden die nach Meinung einer Auswahlkommission besten Film- und Serien-Produktionen des Jahres.</p> <p>Im Rahmen des Festivals wird „Colonius“ am 2. Dezember im Großen Saal der Weimarhalle gezeigt. Um 9:45 Uhr startet die Vorführung, ab 11:15 Uhr diskutieren an gleicher Stelle Jury, Publikum und Filmemacher*innen über die Produktion. 3sat strahlt den Film am Samstag, den 29. November, um 20:15 Uhr noch einmal aus. Die Zuschauer*innen können ab 28. September für den Film voten.</p> <p>Elmar Krekeler schrieb anlässlich der Erstausstrahlung von „Colonius“ in der WELT: „Charlotte Rolfes macht aus dem ohnehin meisterhaften Buch von Eva und Volker A. Zahn einen aufregenden Kriminalfilm, der einen in seiner erzählerischen Konsequenz nicht mehr loslässt. (…) ‚Colonius’ ist ein großer Großstadt-Thriller. Eine Liebeserklärung auch an Köln.“</p> <p>Alles Infos zur diesjährigen Televisionale gibt’s unter: <a href="https://televisionale.de/">https://televisionale.de</a></p>https://zahns.com/aktuelles/134/eva-zahn-und-volker-a-zahn-fur-zwei-bedeutende-medienpreise-nominiertTue, 30 Sep 2025 16:02:14 +0200„Meisterhaftes Drehbuch“: Fast 9 Millionen Zuschauer*innen sehen „Colonius“, den neuen Köln-TATORT von Eva Zahn und Volker A. Zahnhttps://zahns.com/aktuelles/133/meisterhaftes-drehbuch-fast-9-millionen-zuschauer-innen-sehen-colonius-den-neuen-koln-tatort-von-eva-zahn-und-volker-a-zahn<p>Der am 9. März 2025 im Ersten ausgestrahlte und von Eva Zahn und Volker A. Zahn geschriebene TATORT „Colonius“ fand bei Publikum und Presse großen Anklang. Fast 9 Millionen Zuschauer*innen zappten sich in das auf zwei Zeitebenen spielende Kriminaldrama und bescherten der ARD einen grandiosen Marktanteil von 31 Prozent. In dem von Charlotte Rolfes inszenierten Krimi spielten neben Klaus J. Behrend und Dietmar Bär u. a. Thomas Loibl, Karoline Eichhorn, Andreas Pietschmann, Vanessa Loibl und Emma Bading. Premiere feierte der Film auf dem letztjährigen Film Festival Cologne, auch auf dem Evolution Mallorca International Film Festival 2024 wurde „Colonius“ aufgeführt.</p> <p>Nicht nur das Publikum goutierte den Film, auch die Presse überschlug sich in Superlativen. „Ein fulminanter ‚Tatort‘!“, schreibt TV-Kritiker Rainer Tittelbach.„Nach ‚Siebte Etage’ hat das Autorenduo Eva Zahn und Volker A. Zahn das nächste beziehungsstarke, klug konstruierte und dichte „Tatort“-Drehbuch zu einer außergewöhnlichen Episode beigesteuert. Die Inszenierung meisterlich, die Besetzung perfekt, die kölschen Realitätsreferenzen und filmischen Reminiszenzen ein wahrer Genuss.“ Tittelbachs Fazit: „Bester Köln-TATORT ever!“ In der „Welt“ urteilt Elmar Krekeler: „Charlotte Rolfes macht aus dem ohnehin meisterhaften Buch von Eva und Volker A. Zahn einen aufregenden Kriminalfilm, der einen in seiner erzählerischen Konsequenz nicht mehr loslässt. &#39;Colonius&#39; ist ein großer Großstadt-Thriller. Eine Liebeserklärung auch an Köln.“ Holger Gertz resümmiert in der „Süddeutschen Zeitung“: „Jedes Bild, jede Szene hat ihre Bedeutung. Die Textqualität ist beachtlich. Ein sehenswertes Drama, das konsequent mit der Aura des titelgebenden Turmes spielt.“ Und auch Marion Löhndorf ist im Feuilleton der „Neuen Zürcher Zeitung“ voll des Lobs für das Drama im Turm: „Wie die Euphorie im Wolkenkuckucksheim zur Talfahrt in die harte Wirklichkeit wird, kann man als Sinnbild verstehen. Aber der von Eva und Volker A. Zahn geschriebene Film zwingt einem keine Lesarten auf. Auch die Kommissare halten sich zurück mit ihren sonst gern freigiebig verteilten Weisheiten und legen selbstironische Distanz an den Tag. &#39;Mann, Freddy&#39;, mahnt Ballauf, &#39;wir sind doch nicht von der Moralpolizei.&#39; (…) Wie er das sagt, stehen die Kölner am Fenster des verlassenen <em>Colonius</em>, das Panorama der ganzen Stadt zu ihren Füssen. Es ist einer der besten Kölner Tatorte der letzten Jahre, und einer, in dem Köln nicht nur draufsteht, sondern auch drin ist.“ Und auf NTV kommt Ingo Scheel zu folgendem Schluss: „Wow-Faktor? Ausgesprochen hoch. Das Prinzip des Rückblenden-Krimis selbst ist nicht eben der neueste Schrei, umso essenzieller also, seine Plotlinien im Griff zu haben. &#39;Colonius&#39; schultert diese Aufgabe äußerst solide, das Personal changiert souverän zwischen unterschwelliger Spannung und heftigen Eruptionen. Die Besetzung der Clique im Rausch der 90er sowie der Ex-Clique, seit 30 Jahren im Hangover verfangen, ist stimmig. Zudem finden Ballauf und Schenk den richtigen Ton, verzichten völlig auf kumpeligen Flachs, agieren stattdessen zurückgenommen bis empathisch. Dezenter Spoiler-Alarm: Das Filmzitat rund um Aimee Manns grandiosen Song &#39;Wise Up&#39; ist eine Wucht. Wie war&#39;s? 9 von 10 Punkten - ein Klasse-Krimi auf allen Ebenen.“</p> <p>Mehr Informationen und weitere Interviews zum Film gibt’s unter:<a href="https://presse.wdr.de/plounge/wdr/programm/2025/03/20250309_uebersicht_tatort_koeln_colonius.html"> https://presse.wdr.de/plounge/tv/das_erste/2025/03/20250309_tatort_koeln_colonius.html</a></p>https://zahns.com/aktuelles/133/meisterhaftes-drehbuch-fast-9-millionen-zuschauer-innen-sehen-colonius-den-neuen-koln-tatort-von-eva-zahn-und-volker-a-zahnThu, 13 Mar 2025 15:16:04 +0100„Siebte Etage“: 9, 8 Millionen Zuschauer*inne sehen den neuen TATORT von Eva Zahn und Volker A. Zahnhttps://zahns.com/aktuelles/132/siebte-etage-9-8-millionen-zuschauer-inne-sehen-den-neuen-tatort-von-eva-zahn-und-volker-a-zahn<p>Der im Prostituierten-Milieu angesiedelte Köln-TATORT „Siebte Etage“ (Regie: Hüseyin Tabak) erzielte bei seiner Erstausstrahlung am 24. November eine Rekord-Quote: Rund 9, 8 Millionen Zuschauer*innen zappten in das Krimidrama von Eva Zahn und Volker A. Zahn und bescherten dem Film einen sensationellen Marktanteil von 32, 3 Prozent, „Siebte Etage“ war damit der TATORT mit der drittbesten Einschaltquote des Jahres.</p> <p>Viel Zuspruch und Anerkennung erhielt das außergewöhnliche Filmwerk auch von Seiten der meisten Kritiker*innen. Rainer Tittelbach vergab auf „tittelbach.tv“ fünf von sechs Sternen und bezeichnet „Siebte Etage“ als einen TATORT, „der voller großartiger filmischer Einfälle“ stecke. Der Film beginne als cleverer Whodonit, entwickele sich zunehmend zu einem vielschichtigen Drama, bevor weitere Tote den Krimi in einer Tragödie gipfeln lassen. Die Grundlage hierfür bilde „ein gut recherchiertes und stimmig konstruiertes Drehbuch“. Sein Resümee: „Alles passt, auch der Krimi.“ Der Film, so Elmar Krekeler in der „Welt“ zeige schon „mit der ersten langen und meisterhaft erzählenden Kamerafahrt, was Hüseyin Tabak, der das sauber recherchierte, klug gebaute Drehbuch von Eva und Volker A. Zahn bei laufendem Betrieb im siebten Stock eines Bordells in der Kölner Hornstraße inszeniert hat, in den kommenden anderthalb Stunden vorhat. Keine Elends-, keine Erlösungs-, sondern eine Alltagsgeschichte. Ein Versuch, Menschen Stimme und Gesicht zu geben.“ Den Zahns und Regisseur Tabak, so Krakeler weiter, sei „das nicht kleine Kunststück gelungen, aus gefährlich nah am Kitsch gebauten Elementen, Szenen, Geschichten eine überhaupt nicht kitschige, nüchterne Erzählung zu bauen, in der sich eins – sogar die eigentliche Mord- und Totschlaggeschichte – organisch aus dem anderen ergibt. Die klar ist in ihrer Haltung, der ihr kühler Blick ins Innere der missbrauchten, sich selbst missbrauchenden Frauen heilig ist.“ Krakelers Fazit: „Ein fast unscheinbarer Klassiker.“ Dieser Tatort, so Markus Ehrenberg im „Tagesspiegel“, werfe sich „mit voller Wucht in das Thema Sexarbeiterinnen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Ein fulminanter Rache-Krimi, irgendwo zwischen &#39;Pretty Woman&#39; und &#39;Taxi Driver&#39;.“ Der Tatort als Sozialstudie sei nicht immer ein Vorhaben, das gelingt, so Ingo Scheel auf ntv: „Wie trifft man den richtigen Ton, wie bekommt man es hin, das Gleichgewicht zwischen Drama und Message und klassischem Krimi zu finden, wie bleibt es spannend? „Siebte Etage“, so Scheel, gelinge „die Kombination aus all dem gleichsam selbstverständlich - ein facettenreicher Einblick, empathisch inszeniert, didaktisch, aber ohne erhobenen Zeigefinger, und von Schauspielerinnen wie Antonia Bill, Tani Schiller und Senita Huskić großartig dargestellt.„ Der ntv-Kritiker vergibt 9 von 10 Punkten und resümiert: „Spannend, stimmig und intensiv.“ Nur 4 von 10 Punkten vergibt ein Kritiker von „Spiegel online“, weil dieser Tatort „Sexarbeiterinnen eine Stimme geben“ wolle, sich aber „doch nur in grellen Farben an ihrer Tragik“ weide. Man merke, schreibt hingegen Heike Hupertz in der „FAZ“, „dass die Zahns, wie sie es immer tun, viel recherchiert haben. Sie zeigen die ernüchternde Realität“, die „höchstens von Stammfreiern romantisiert“ werde. Der Film, so Hupertz, sei „teils drastisch, teils melodramatisch“ und verstehe sich auch „als Aufklärungsfilm für ein Publikum, dass sich über die Frauen, die Sexarbeit verrichten, noch keine Gedanken gemacht hat.“</p> <p>Weitere Kritiken gibt&#39;s unter den „Pressestimmen“ auf dieser Website.</p> <p>Der TATORT „Siebte Etage“ ist noch bis November 2025 in der ARD-Mediathek zu finden, höchstwahrscheinlich im Frühjahr des nächsten Jahres gibt es dann im Ersten einen neuen Kölner TATORT von Eva Zahn und Volker A. Zahn zu sehen: „Colonius“ unter der Regie von Charlotte Rolfes (Produktion: Bavaria Fiction, Jan Kruse)</p>https://zahns.com/aktuelles/132/siebte-etage-9-8-millionen-zuschauer-inne-sehen-den-neuen-tatort-von-eva-zahn-und-volker-a-zahnTue, 17 Dec 2024 13:08:24 +0100„Tatort: Siebte Etage“ von Eva Zahn und Volker A. Zahn am 24. November 2024 im Erstenhttps://zahns.com/aktuelles/131/tatort-siebte-etage-von-eva-zahn-und-volker-a-zahn-am-24-november-2024-im-ersten<p>In ihrem neuen Kölner TATORT (Regie: Hüseyin Tabak) haben sich Eva Zahn und Volker A. Zahn mit dem Thema Prostitution beschäftigt, sie erzählen von Frauen, die in einem Groß-Bordell arbeiten und dort einer zutiefst traumatisierenden Tätigkeit nachgehen – gesellschaftlich stigmatisiert und von gedankenlosen Männern als Sex-Objekte benutzt. Interessiert hat das Autorenpaar vor allem, wie Prostituierte mit diesen Entwürdigungs-Erfahrungen umgehen und wie (bzw. wie lange!) sie es aushalten, als ein Stück käuflicher Ware ge- und behandelt zu werden.</p> <p>Der Film wird am 24. November um 20:15 Uhr im Ersten ausgestrahlt.</p> <p>Anlässlich der bevorstehenden TV-Premiere hat das Autorenpaar dem WDR ein paar Fragen zur Bucharbeit und zum Film beantwortet:</p> <p><em>WDR: Im neuen Fall von Ballauf und Schenk geht es um Prostitution. Die Kommissare ermitteln in einem Eroscenter, während der Betrieb dort scheinbar ganz normal weiterläuft. Wie sind Sie bei der Recherche für diese Geschichte vorgegangen? </em></p> <p><em>Volker A. Zahn: </em>Wir verschaffen uns immer zuerst einen Gesamtüberblick, um zu eruieren, welcher Aspekt uns an einem Thema interessiert. Worüber können wir zugleich relevant <em>und</em> emotional erzählen? Das bedeutet: Viel sprechen, viel lesen, viel beobachten, viel zuhören. Beim Thema „Prostitution“ war es uns wichtig, nicht in die Klischeefalle zu tappen und den Prostituierten eine stereotype Opferrolle zuzuschreiben. Wir wollten die Frauen hinter dem Etikett „Sexarbeiterin“ sichtbar machen: ihre Träume, ihre Sehnsüchte, ihre Alltagsnöte, ihre kleinen Fluchten, ihre Suche nach dem Glück… und auf der anderen Seite die Unmöglichkeit, ein richtiges Leben im falschen zu führen, das Wissen um die eigene Käuflichkeit und Verfügbarkeit, die Gewöhnung daran, dass jeden Tag mehrere wildfremde Männer wie selbstverständlich und wenig freundlich in dich eindringen und du ihnen im schlimmsten Fall auch noch vorspielen musst, dass dir das gefällt. </p> <p><em>Sie schreiben Ihre Drehbücher im Team. Gab es bei diesem „Tatort“ explizit eine weibliche und eine männliche Perspektive auf den Fall? </em></p> <p><em>Volker A. Zahn: </em>Ohne auf Freier- oder Bordellerfahrungen zurückgreifen zu können, sind mir die männlichen Abgründe wahrscheinlich näher, aber wir positionieren uns beim Schreiben nicht bewusst nach Geschlechterrollen. </p> <p><em>Prostitution ist weit verbreitet und findet doch meist im Verborgenen statt. Sollte das Thema Ihres Erachtens mehr in der öffentlichen Diskussion stehen? </em></p> <p><em>Eva Zahn:</em> Auf jeden Fall. Deshalb haben wir uns ja für dieses Thema entschieden. Wir nehmen es als Gesellschaft einfach hin, dass Männer bezahlen, um Frauen wie einen Gegenstand zu benutzen. Gerade für junge Männer scheint es mittlerweile völlig normal zu sein, in den Puff zu gehen. Niemand macht sich Gedanken darüber, was mit diesen Frauen passiert, wie sehr sie diese „Arbeit“ traumatisiert und entmenschlicht. Und das Argument, man müsse das hinnehmen, weil es Prostitution ja schon immer gegeben hat, finde ich, ehrlich gesagt, ziemlich bizarr. Diebstahl und Mord hat es auch schon immer gegeben, beides ist trotzdem aus gutem Grunde verboten.</p> <p><em>Hat sich Ihre persönliche Haltung zum Thema Prostitution durch Ihre Arbeit an diesem Tatort verändert?</em></p> <p><em>Eva Zahn:</em> Ja, ich bin noch entschiedener zu einer Befürworterin des „Nordischen Modells“ geworden. Das heißt: Entkriminalisierung der Prostituierten, Kriminalisierung der Sexkäufer und Betreiber, sowie Finanzierung von Ausstiegsprogrammen für die Frauen. Als 2001 das Prostitutionsgesetz verabschiedet wurde, hielt ich das für eine gute Idee. Ich dachte, man würde die Frauen besser schützen können, wenn man ihre Arbeit legalisiert. Aber diese Hoffnung auf mehr Schutz hat sich nicht erfüllt. Im Gegenteil. Vertreterinnen von Huren-Organisationen wollten uns bei der Recherche davon überzeugen, dass Sexarbeit ein Beruf wie jeder andere ist. Das hat sich aber für mich nicht bestätigt. Wenn man tiefer in die Thematik eintaucht und Aussteigerinnen, Sozialarbeiterinnen und Therapeutinnen zuhört, muss man zu dem Ergebnis kommen, dass die Sexindustrie ihren exorbitanten Profit allein durch Gewalt und die Ausbeutung der Frauen erzielt. Und wenn man sich zu guter Letzt auch noch in den Freier-Foren umtut und liest, was Männer dort von sich geben, wie sie ihre Macht missbrauchen, Frauen erniedrigen und es als ihr gutes Recht ansehen, ihre Bedürfnisse rücksichtslos durchzusetzen, weil sie ja dafür bezahlt haben, dann wird mir endgültig schlecht. Da macht sich niemand Gedanken darüber, wie es der Frau mit der Situation geht, ob sie freiwillig anschafft oder wie alt sie ist.</p> <p><em>Volker A. Zahn: </em>Die Prostituierten haben leider keine echte Lobby, sie sind, wie es im Polizeisprech heißt, eine Personengruppe ohne große „Beschwerdemacht“. Die Berufsorganisationen, die es gibt, vertreten lautstark nur eine Minderheit privilegierter Frauen, die freiwillig und angeblich sehr gerne anschaffen. Aber die Masse der Sexarbeiterinnen bleibt ungehört – und das in einem Business, in dem auf dem Rücken der Prostituierten das ganz große Geld gemacht wird. Es ist absolut widersinnig: Da wird auf vielen gesellschaftlichen Ebenen endlich über die von Männern gemachten Strukturen diskutiert, die Machtmissbrauch und Gewalt gegen Frauen ermöglichen oder begünstigen, und gleichzeitig darf Mann sich mit großer Selbstverständlichkeit und politischer Rückendeckung in diesen Paysex-Freiräumen beinahe ungehemmt und unbehelligt austoben.</p> <p>Das Interview und weitere Infos und Stimmen zum Film gibt&#39;s unter: https://presse.wdr.de/plounge/wdr/programm/2024/11/20241124_uebersicht_tatort_siebte_etage.html</p>https://zahns.com/aktuelles/131/tatort-siebte-etage-von-eva-zahn-und-volker-a-zahn-am-24-november-2024-im-erstenThu, 17 Oct 2024 13:23:00 +0200Über den Dächern von Köln: Ein neuer TATORT von Eva Zahn und Volker A. Zahnhttps://zahns.com/aktuelles/130/uber-den-dachern-von-koln-ein-neuer-tatort-von-eva-zahn-und-volker-a-zahn<p>In Köln wurden Anfang Mai die Dreharbeiten für den neuen Köln-TATORT von Eva Zahn und Volker A. Zahn beendet. Bei den Recherchen zum aktuellen Krimi-Drama ging es für das schreibende Ehepaar diesmal hoch hinaus, denn ein Teil der Geschichte spielt auf dem Fernsehturm der Domstadt, dem „Colonius“ (so auch der Titel des Tatorts). Im Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ sagen die Zahns: „Wir sind in der Recherche schnell darauf gestoßen, dass in den Neunzigern Technopartys im Colonius gefeiert wurden, und da war direkt klar: Das ist unsere Geschichte.“</p> <p>Und die Geschichte geht so: Techno, Ecstasy und Party, Party, Party: In den 1990ern waren Christian, Meike und René Teil der Szene und feierten über den Dächern von Köln im legendären „Colonius“. Rund 30 Jahre ist es her, dass die drei Freunde sich zum letzten Mal gesehen haben. Jetzt, bei der Beerdigung der damals sehr angesagten DJane „Angelheart“, kreuzen sich ihre Wege erstmals wieder. Nur kurze Zeit nach der Trauerfeier wird der ehemalige Szene-Fotograf Alex Schmitz in seiner Wohnung ermordet aufgefunden. Auch er war Stammgast im „Colonius“. Hat ihn seine Vergangenheit eingeholt? Eine Spur im Internet führt die Kommissare Ballauf und Schenk zu seinen alten Weggefährten. Auch Christians Tochter Svenja rückt ins Visier der Ermittler. Ihre Mutter Gina war nach der letzten Party-Nacht im „Colonius“ spurlos verschwunden…</p> <p>„Tatort: Colonius“ ist eine Produktion der Bavaria Fiction (Jan Kruse) im Auftrag des WDR (Redaktion: Götz Bolten). Für die Regie zeichnet Charlotte Rolfes verantwortlich, die Bildgestaltung hat Rainer Lipski übernommen. Wieder mit dabei sind neben Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär u. a. Roland Riebeling als Kriminaloberkommissar Norbert Jütte, Tinka Fürst als KTUlerin Natalie Förster und Joe Bausch als Rechtsmediziner Dr. Roth. Episodenrollen spielen u. a. Thomas Loibl, Karoline Eichhorn, Andreas Pietschmann, Sven Gerhardt, Vanessa Loibl und Emma Bading.</p> <p>Die Erstausstrahlung ist für 2025 vorgesehen.</p>https://zahns.com/aktuelles/130/uber-den-dachern-von-koln-ein-neuer-tatort-von-eva-zahn-und-volker-a-zahnFri, 03 May 2024 15:06:50 +0200„Siebte Etage“: Drehstart für einen neuen Köln-TATORT von Eva Zahn und Volker A. Zahnhttps://zahns.com/aktuelles/129/siebte-etage-drehstart-fur-einen-neuen-koln-tatort-von-eva-zahn-und-volker-a-zahn<p>In Deutschland ist in diesem Herbst die Debatte über eine bestmögliche Regulierung der Prostitution wieder hochgekocht. Unlängst bezog auch das EU-Parlament Stellung und sprach sich mehrheitlich für Maßnahmen zur Bestrafung von Freiern aus. Gefordert wurde außerdem eine Entkriminalisierung von Prostituierten sowie die Schaffung von Exit-Programmen. Gegner dieses so genannten „Nordischen Modells“ halten die Kriminalisierung von Freiern hingegen für gefährlich, sie treibe Prostituierte in die Illegalität und Schutzlosigkeit.</p> <p>In ihrem neuen Kölner TATORT haben sich Eva Zahn und Volker A. Zahn dieses komplexen Themas angenommen, sie erzählen von Frauen, die in einem Groß-Bordell arbeiten und dort einer zutiefst traumatisierenden Tätigkeit nachgehen – gesellschaftlich stigmatisiert und von gedankenlosen Männern als Sex-Objekte benutzt. Interessiert hat das Autorenpaar vor allem, wie Prostituierte mit diesen Entwürdigungs-Erfahrungen umgehen und wie (bzw. wie lange!) sie es aushalten, als ein Stück käuflicher Ware ge- und behandelt zu werden.</p> <p>Und darum geht’s: Nachdem der Haustechniker Malik Zeman (Mehdi Salim) vor einem Laufhaus tot aufgefunden wurde, ermitteln die Hauptkommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) vor allem auf der 7. Etage des Eroscenters. Hier stand ein Fenster offen, aus dem Malik gestoßen wurde. Die Kommissare tauchen ab in die Schattenwelt des käuflichen Sex, und sie lernen bei ihren Ermittlungen Frauen kennen, die auf unterschiedlichste Weise darum kämpfen, ihre Würde zu bewahren. Als ein zweiter Mord geschieht, ahnen Ballauf und Schenk, dass jemand aus dem Eroscenter eine Spirale der Gewalt in Gang zu setzen scheint…</p> <p>Nach dem Kiel-TATORT „Borowski und der Fluch der weißen Möwe“ inszeniert Hüseyin Tabak zum zweiten Mal ein Drehbuch der Zahns, die Bildgestaltung übernimmt wieder Lukas Gnaiger. Neben Roland Riebeling als Kommissar Norbert Jütte, Tinka Fürst als Kriminaltechnikerin Natalie Förster und Joe Bausch als Rechtsmediziner Dr. Roth spielen u. a. Antonia Bill, Maddy Forst, Senita Huskić, Andrei Viorel Tacu, Hella-Birgit Mascus, Ralf Drexler, Lena Hartmann sowie die Rapperin Sabrina Setlur.</p> <p>Ein Sendetermin steht noch nicht fest.</p> <p>Auf dem Foto (v.l.n.r.): Maddy Forst (Rolle Tani Schiller), Senita Huskić (Rolle Cosima Adam), Hüseyin Tabak (Regisseur), Eva Zahn (Autorin), André Eisermann (Rolle Gerald Kneissler), Dietmar Bär (Rolle Freddy Schenk), Antonia Bill (Rolle Jasmin Backes), Lukas Gnaiger (DoP/Bildgestaltung), Jan Kruse (Produzent, Bavaria Fiction GmbH), Volker A. Zahn (Autor), Klaus J. Behrendt (Rolle Max Ballauf), Lena Hartmann (Rolle Bella)</p>https://zahns.com/aktuelles/129/siebte-etage-drehstart-fur-einen-neuen-koln-tatort-von-eva-zahn-und-volker-a-zahnWed, 11 Oct 2023 08:27:50 +0200Fast 9 Millionen Zuschauer sehen Kiel-TATORT „Borowski und die große Wut“https://zahns.com/aktuelles/128/fast-9-millionen-zuschauer-sehen-kiel-tatort-borowski-und-die-grosse-wut<p>Mit dem höchsten jemals erzielten Marktanteil für einen Kiel-TATORT und fast neun Millionen Zuschauern war das von Eva Zahn und Volker A. Zahn geschriebene Kriminaldrama „Borowski und die große Wut“ nicht nur ein sensationeller Publikumserfolg, auch die Kritiker*innen waren sich – mit wenigen Ausnahmen – einig: Ein besonderer Film, eine besondere Geschichte, großartig geschrieben, inszeniert und gespielt. Dieser Tatort zeige „keine direkte Gewalt“, so Karsten Umlauf auf SWR 2, „die Bilder sind immer erst da, wenn das Unheil schon geschehen ist.“ Und dann versuche man, zu verstehen, zu ergründen. Das Drehbuch von Eva und Volker A. Zahn entwickle „eine ganz eigenartige Spannung, und gerade wie dieser Tatort seine Leerstellen inszeniert, macht ihn so überzeugend.“  Wo in anderen Tatorten „oft auf Zusammenhänge, Erklärungen und Sichtbarmachung gesetzt“ werde, so Ingo Scheel von n-tv, geschehe „hier alles auf einer beinah traumhaften, ja, somnambulen Ebene. Das Spiel mit der Farbe Rot, die großartige Sophie von Kessel als Wiedergängerin zwischen Nina Simone und Grace Kelly, die an Lars von Trier gemahnende Atmo im backsteinernen Krankenhaus, der Seilakt von einem Zusammenspiel zwischen Borowski und Sahin.“ Sein Fazit: „Die Story von Eva und Volker A. Zahn unter der Regie von Friederike Jehn ist die gelungene Kombi aus Surrealismus, Marke Murot, Film noir und norddeutschem Esprit.“ Thomas Gehringer von tittelbach.tv bezeichnet den Kiel-Tatort als einen „unkonventionellen“, aber „zugleich spannenden Krimi“ und attestiert den Machern „Ambition statt Krimi-Routine. Wieder ein Kieler Tatort, der in Erinnerung bleiben wird.“ Andreas Hergeht von der TAZ findet, dass „dieser tolle Tatort ist in mehrfacher Hinsicht besonders“ ist. „Eine ambivalente Geschichte und gerade deshalb gut und spannend, da waren Könner am Werk.“ Für Oliver Alexander von quotenmeter.de ist „Borowski und die große Wut“ ein Tatort „von der anderen Sorte“, ein Film, „der durch seine komplexe Handlung, die gelungenen Figurenzeichnungen und die gesellschaftlichen Themen überzeugt.“ Die Spannung bleibe „bis zum Schluss erhalten, und die ungewöhnliche Erzählweise macht den Film zu einem besonderen Erlebnis.“ TV Spielfilm lobt die „spannende Konstellation und eine ausgefeilte Story mit komplexem Opfer-Täter-Mechanismus. Hochspannung pur!“ Dies sei ein „stiller“ Tatort, „mit uneindeutigen Bildern, aber auch klaren Ansagen“, so Inna Hartwich in der Neuen Zürcher Zeitung, und „das Drehbuch von Eva und Volker A. Zahn mache „Borowski und die große Wut“  „streckenweise meisterhaft zum Kammerspiel am Spitalbett“.</p> <p>Wer den Tatort verpasst hat, findet ihn noch bis Anfang November 2023 in der ARD-Mediathek.</p>https://zahns.com/aktuelles/128/fast-9-millionen-zuschauer-sehen-kiel-tatort-borowski-und-die-grosse-wutThu, 18 May 2023 16:08:03 +0200Am 7. Mai im Ersten: Der neue Kiel-TATORT von Eva Zahn und Volker A. Zahnhttps://zahns.com/aktuelles/127/am-7-mai-im-ersten-der-neue-kiel-tatort-von-eva-zahn-und-volker-a-zahn<p>Am 7. Mai um 20, 15 Uhr erzählt das neueste Kriminaldrama von Eva Zahn und Volker A. Zahn von Traumata nach erlittener Gewalt und Misshandlungen. Zwei Morde, ein entführtes Mädchen, eine Systemsprengerin auf der Flucht, und im Mittelpunkt der Kieler Hauptkommissar Klaus Borowski, der nach einer Brutalo-Attacke in Lebensgefahr schwebt und im Krankenhausbett seine ganze eigene Ermittlungsstrategie entwickelt. Nicht unbedingt zur Freude seiner Kollegin Mila Sahin…</p> <p>Für ihre Inszenierung von „Borowski und die große Wut“ wurde Friederike Jehn beim „Festival des deutschen Films“ mit dem Filmkunstpreis in der Kategorie Regie ausgezeichnet, Eva Zahn und Volker A. Zahn ehrte das Festival vor der Premiere dieses Kiel-Tatorts mit dem „Ludwigshafener Drehbuchpreis“. Anlässlich der Ausstrahlung von „Borowski und die große Wut“ haben Eva Zahn und Volker A. Zahn mit dem NDR über ihre Arbeit am Drehbuch für den Film gesprochen:</p> <p><strong>NDR: Sie haben beim Ludwigshafener Filmfestival den Drehbuchpreis für Ihr Gesamtwerk erhalten. Darunter sind viele Krimis, die vor allem durch ihre inhaltliche Stärke überzeugen. Was war für Sie das zentrale Thema bei „Borowski und die große Wut“? </strong></p> <p>Eva Zahn<strong>: </strong>Uns beschäftigt oft die Frage: Wann wird ein Opfer zum Täter? Und wir lassen uns dabei auch von realen Fällen inspirieren. Anregung für diesen Tatort war der Fall eines Jugendlichen, der in seiner Familie misshandelt und erniedrigt worden war und eines Tages komplett eskalierte. Dieser Moment der Eskalation interessiert uns, die fundamentale Frage, wie viel Eigenverantwortung jemand hat, der selber Opfer war und dann zum Täter wird.</p> <p>Volker A. Zahn:<strong> </strong>In vielen unserer Filme<strong> </strong>aus<strong> </strong>den letzten Jahren geht es um die Wucht traumatischer Erfahrungen. Wie gehen Menschen mit ihren Traumata um, und wie reagiert die Umwelt auf sie. Sehr oft fehlt es an Verständnis und Toleranz für Menschen mit Trauma-Erfahrungen, sie sind „schwierig“, überfordern ihre Nächsten, provozieren oft Widerspruch und Ablehnung, und dieses permanente Gefühl, nicht liebens„wert“ zu sein, kann irgendwann in Gewalt umschlagen. Gegen sich selbst oder, wie im Fall unserer Hauptfigur Celina, auch gegen andere. </p> <p><strong>Celina hat in ihrer Familie Gewalt und emotionale Kälte erlebt. An einer Stelle des Films wird vom „Abgrund Familie“ gesprochen. Warum interessiert Sie das? </strong></p> <p>Eva Zahn: Weil Ausbrüche von Gewalt in einem System, das vom Anspruch her auf Liebe und Zuneigung fußt, natürlich besonders spannend sind. In unserer Gesellschaft wird die Familie gerne als Hort von Geborgenheit und Sicherheit gesehen. Aber die Realität ist leider oft eine andere. Die schlimmste Gefahr für Kinder und auch für Frauen lauert in der Familie. Gewalt und traumatisierende Erlebnisse finden häufig innerhalb der eigenen vier Wände statt.</p> <p><strong>Bei diesem Tatort haben Sie allerdings eine ungewöhnliche Form gewählt, weil wir die vermeintliche Täterin Celina gar nicht sehen. Borowski ist ausgeknockt und kann nur über das Telefon ermitteln. Welche Chancen eröffnen sich durch diese Reduktion der Handlung?</strong></p> <p>Volker A. Zahn: Es gibt nichts Langweiligeres als Krimis, die nach dem immer gleichen Muster gestrickt sind. Wir versuchen grundsätzlich, Geschichten für den „Tatort“ anders zu erzählen. NDR-Redakteurin Sabine Holtgreve fragte bei uns an, ob es möglich sei, eine Geschichte zu erfinden, in der Borowski einen Fall ausschließlich am Telefon löst. Das war ein sehr reizvoller Grundgedanke, aber auch eine extrem ambitionierte Herausforderung. Immerhin mussten wir dafür den ansonsten gern agil über den Bildschirm turnenden Herrn Hauptkommissar irgendwie stilllegen.</p> <p>Eva Zahn: Wir haben aber immer mehr Freude an diesem Ansatz gefunden, Borowski „beschädigt“ zu zeigen. Unser Held ist selbst traumatisiert, er wurde brutal niedergeschlagen, und das macht ihn extrem sensibel, es macht ihn anfällig und schwach. Und aus dieser Schwäche heraus muss er eine neue Stärke entwickeln, um ermitteln zu können. Durch die Beschränkung auf die Telefonate ist er gezwungen, sehr psychologisch vorzugehen, seine Menschenkenntnis auszuspielen und auch Dinge von sich selbst preiszugeben.  </p> <p><strong>Gleichzeitig scheint er auch die professionelle Distanz zu verlieren und botet seine Kollegin Mila Sahin aus.</strong></p> <p>Eva Zahn: Das ist ja das Schöne, dass sich das Machtgefüge dreht. Vorher war Borowski der Boss, jetzt ist er „nur“ ein Patient. Mila wird in dieser Situation zur leitenden Ermittlerin, und das kann einer wie Borowski überhaupt nicht leiden. Er muss andere Mittel finden, um zu bestehen und trotzdem noch die Hosen anzuhaben. Das schafft er, indem er das Handy und den Kontakt zur Hauptverdächtigen als exklusives Machtinstrument nutzt. Mila hat den Nachteil, dass sie nicht persönlich mit dem Mädchen sprechen kann, ein Umstand, der sich aber auch als Vorteil erweisen kann. Und Borowski ist durch seine eigene Beschädigung sensibler, offener, ehrlicher, und er schafft es so, das Vertrauen des Mädchens zu gewinnen, er sendet auf ihrem Kanal. Er spielt diesen Vorteil gnadenlos aus, geht dabei aber auch einen Schritt zu weit.</p> <p>Volker A. Zahn: Wir haben immer große Freude an wirklich gutem Schauspiel und wussten, dass Axel Milberg für so eine Herausforderung die beste Adresse ist. Unsere Kolleg*innen aus der darstellenden Abteilung wünschen sich sehnlichst Rollen, die über die berühmt-berüchtigte „Wo waren Sie gestern Abend“-Ödnis hinausgehen, und deshalb war uns klar, dass ein Axel Milberg das Potenzial dieser Rolle sofort erkennen und nutzen würde. Es macht großen Spaß zu sehen, wie er diesen Borowski spielt, der sich in einem emotionalen und körperlichen Ausnahmezustand befindet und gleichzeitig auch sehr humorvoll die Rolle des Antihelden ausfüllt.</p> <p><strong>Obwohl Borowski sich bruchstückartig wieder an die Umstände des Angriffs auf ihn erinnert, scheint er einiges durcheinanderzubringen. Können wir unseren Erinnerungen nicht trauen?</strong></p> <p>Eva Zahn: Es geht in unserer Erzählung tatsächlich auch übergeordnet um die Frage: Wem kann ich trauen? Und vor allem: Kann ich mir selbst trauen? Was weiß ich eigentlich über mich? Und es geht auch um andere existenzielle Fragen: In der Beziehung zu seiner geheimnisvollen Krankenhaus-Bekanntschaft Maren wird Borowski mit der Frage nach der eigenen Endlichkeit konfrontiert, eine Frage, die wir alle – inklusive Borowski, obwohl er jeden Tag mit dem Tod konfrontiert ist – gerne verdrängen.</p> <p>Volker A. Zahn: Der Erzählstrang mit Maren ist für die Lösung des Falls völlig unwichtig, aber wir zeigen damit, wie Menschen, die mit dem Tod konfrontiert sind, auch in der sterilsten Krankenhaus-Atmosphäre noch Wege finden, ihre Würde zu wahren und das Leben zu feiern. Das war uns sehr wichtig, wir wollten dem Film damit eine poetische Note geben, und unsere großartige Regisseurin Frederike Jehn hat diese Intention auch wunderschön und mit viel Gespür für die Figuren umgesetzt.  </p> <p><strong>Mich hat der Tatort auch an den Spielfilm „Systemsprenger“ erinnert. Wie das Mädchen in dem Film hat auch Celina einen langen Leidensweg hinter sich, wurde zwischen Eltern, Pflegefamilie und Großmutter hin und her geschoben. Aber entschuldigt ihre eigene Geschichte, dass sie eine völlig unschuldige Frau vor einen LKW stößt?</strong></p> <p>Eva Zahn: Entschuldigen kann man so eine Tat nicht, aber man kann sie erklären. Und vielleicht auch verstehen. Celina hat etwas Furchtbares getan, und sie muss damit klarkommen. Die Gesellschaft ist immer sehr mitfühlend, solange die misshandelten Kinder klein sind. Aber wenn diese vernachlässigten oder misshandelten Kinder erwachsen sind, will man von ihren Verletzungen nichts mehr wissen und verlangt von ihnen ein „normales“ Verhalten. Wir zeigen, was mit so einem Systemsprenger später passieren kann. Als Geschichtenerzähler sind wir nicht dazu da, ein Urteil zu fällen.</p> <p><strong>Haben Sie denn für sich selber eine Antwort gefunden auf die Frage, wie das verhindert werden kann? </strong></p> <p>Volker A. Zahn: Wir brauchen mehr Kinderrechte, neue familien- und sozialpolitische Impulse, die Etablierung einer gewaltfreien Kultur des Miteinanders auf <em>allen</em> gesellschaftlichen Ebenen. Aber gefragt ist auch jeder Einzelne. Wir schreiben gerade eine Serie über sexuellen Missbrauch an Kindern, und auch bei dieser Recherche zeigt sich: Nicht nur Behörden versagen oft, wenn es darum geht, Kinder zu schützen, auch in der Gesellschaft gucken viele lieber weg, um persönlichen Ärger zu vermeiden. Aber wir müssen lernen, genauer hinzugucken, in Schulen, Vereinen, Arztpraxen, in der eigenen Verwandtschaft… wir brauchen mehr Aufmerksamkeit und auch den Mut, den Mund aufzumachen, wenn es Alarmsignale gibt. Denn Kinder haben keine Lobby.</p> <p>Mehr Infos zum Film gibt es unter: </p> <p>https://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/sendung/borowski-und-die-grosse-wut-drehbuch-100.html</p>https://zahns.com/aktuelles/127/am-7-mai-im-ersten-der-neue-kiel-tatort-von-eva-zahn-und-volker-a-zahnWed, 05 Apr 2023 15:46:07 +0200Fast zehn Millionen Zuschauer und begeisterte Kritiken für den Köln-TATORT „Abbruchkante“:https://zahns.com/aktuelles/126/fast-zehn-millionen-zuschauer-und-begeisterte-kritiken-fur-den-koln-tatort-abbruchkante<p>Das Drama „Abbruchkante“, der zweite Köln-TATORT von Eva Zahn und Volker A. Zahn, lockte am Sonntagabend fast zehn Millionen Zuschauer vor die TV-Geräte. Und nicht nur die Quote war überragend, auch die mediale Resonanz auf die Erzählung aus  dem rheinischen Braunkohlerevier war fast durchgehend positiv.</p> <p>In der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) schreibt Daniele Muscionico: „‚Abbruchkante’ ist der Braunkohle-Western, auf den man gewartet hat. Wenige Autoren wären geeigneter als die ‚Tatort‘- erfahrenen Eva und Volker A. Zahn. Ihr Buch ist ein Schaufelbagger, der tiefe Wunden aufreisst in den Seelen der Menschen dieser Ortschaften genauso wie in Natur und Landschaft. Auf dem Unterboden der deutschen Energiewende baut die Regie von Torsten C. Fischer ein schonungsloses Räderwerk aus Mystery-Film und entrücktem Kammerspiel. (…) Man wird diesen Kölner Tatort in Zukunft ein historisches Dokument nennen. So viel Aktualität und Realität war selten, und selten waren beide so unerträglich bitter.“</p> <p>Auf tittelbach.tv schreibt Thomas Gehringer, dass der Film „auf herausragende Art den Tatort-Auftrag“ erfülle, „mittels einer unterhaltsamen Krimi-Fiktion auch zeitgeschichtlich relevante Geschichten zu erzählen.“ Gehringer lobt die von Eva Zahn und Volker A. Zahn „ebenso sorgsam wie sachkundig entwickelte Kriminalgeschichte“ und resümiert, dass sich dieser Film „wohltuend vom Krimi-Allerlei“ abhebe. Auf SWR 3 lobt Michael Haas eine Auflösung „voller Wendungen“, es bleibe „spannend bis zum Schluss“. Sein Fazit: „Einfach ein sehr guter Tatort, der nie vergisst, dass er ein Krimi sein soll. Sehenswert!“ „Mal wieder ein Tatort aus dem beliebten Fach der großen deutschen TV-Depression?“ fragt Claudia Tieschky in der Süddeutschen Zeitung. Ihre Antwort: „Überhaupt nicht. Denn neben der Melancholie und der Wucht, menschlich wie landschaftlich, hat die Story Spannung und feinen Witz. Dieser Niemandsland-Tatort erzählt eine wilde Geschichte über Schuld, Immobilienspekulation und Rache - ganz ohne Langeweile.“ Für Judith von Sternburg von der Frankfurter Rundschau handelt es sich um den „besten Kölner Tatort seit Menschengedenken.“ Und weiter: „Und sieh an, das Buch ist von Eva Zahn und Volker A. Zahn, die zum Beispiel auch &#39;Hubertys Rache&#39; schrieben. &#39;Hubertys Rache&#39; war vor fast genau einem Jahr der beste Kölner Tatort seit Menschengedenken. Aber &#39;Abbruchkante&#39; ist ein Tatort, um in Tränen auszubrechen. Mehrmals. Todtraurig großartig, alles an diesem Tatort ist Gold.“</p> <p>Und in der FAZ resümiert Anna Vollmer: „Dass ‚Abbruchkante‘ eine private Perspektive wählt, macht die Erzählung nicht unpolitisch. Im Gegenteil. Vielleicht ist das sogar eindringlicher, als die Geschichte einer konfliktgeladenen Räumung es gewesen wäre. Wir kennen die aufgeheizten Debatten aus Politik und Presse, kennen die Seiten, die Argumente. Weniger denken wir an die Menschen, die für die Kohle ihr Zuhause, ihr ganzes Leben aufgeben müssen. Und noch viel weniger an die, die ihre Heimat nicht gleich an der Abbruchkante, aber nichtsdestotrotz verlieren werden. Denn die Konsequenz dieser Energiegewinnung ist der Klimawandel, der das Zuhause von vielen zerstören wird. Melancholie ist da durchaus angebracht.“</p> <p>Weitere Pressestimmen unter: http://www.zahns.com/pressestimmen</p> <p>Und wer die lineare Ausstrahlung verpasst hat, kann den Film noch bis 26. September 2023 in der ARD-Mediathek abrufen.</p>https://zahns.com/aktuelles/126/fast-zehn-millionen-zuschauer-und-begeisterte-kritiken-fur-den-koln-tatort-abbruchkanteTue, 28 Mar 2023 15:30:49 +0200