Eva Zahn & Volker A. Zahn
Drehbuchautoren



Aktuelles


Beim renommierten Fernsehfilmfestival von Baden-Baden wurde das von Eva Zahn und Volker A. Zahn geschriebene Amok-Drama „Ihr könnt euch niemals sicher sein“ gleich vier Mal ausgezeichnet: Gegen die elf Konkurrenten im Wettbewerb um den besten Fernsehfilm des Jahres setzte sich die WDR-Produktion beim 3sat-Zuschauerpreis ebenso durch wie beim Ranking der Studenten-Jury. Hauptdarsteller Ludwig Trepte erhielt einen Sonderpreis für seine herausragende darstellerische Leistung, und der Schriftsteller, Übersetzer, Kolumnist und Gelegenheits-Schauspieler Harry Rowohlt überreichte den Drehbuch-Autoren Eva Zahn und Volker A. Zahn des zweiten Sonderpreis des Abends. Die Begründung der Jury: „Neben überzeugenden und glaubwürdigen Figuren, einer komplexen Dramaturgie, einer gegenwärtigen Geschichte, die ohne didaktischen Ballast erzählt wird, überzeugt dieses äußerst gelungene Drehbuch von Eva und Volker A. Zahn im Besonderen durch den lustvollen und genauen Umgang mit Sprache. Denn um sie geht es, die Sprache und ihre Wirkung:
In einem Hip-Hop Text kündigt der 17 jährige Oliver an, seine Lehrerin zu töten. Ihm wird zum Verhängnis, dass die
Erwachsenenwelt von seinem literarischen Text auf die
Wirklichkeit schliesst. In der Schlüsselszene des Films, in der sich Oliver und sein russischer Freund mit ihrer schroffen und verletzenden Dichtung gegenseitig anmachen und herabwürdigen, zeigt uns der Film, dass es sich um Spiel und Ritual handelt und nicht um sprachliche Ankündigung von gewalttätigen Handlungen. Am Ende wissen wir: Nicht Oliver verwechselt Realität und Fiktion, sondern die Anderen.“
„Ihr könnt euch niemals sicher sein“ hatte sich schon Ende 2008 beim  13. „Internationalen Filmfestival für Kinder und junges Publikum“ gegen ein hochkarätig besetztes Konkurrentenfeld durchgesetzt und im Wettbewerb  „Blickpunkt Deutschland“ den renommierten Preis der DEFA-Stiftung gewonnen. Der Film, so die Begründung der Jury, „beschreibt mit klaren Bildern die Ratlosigkeit einer Gesellschaft, die nach der Tragödie von Erfurt nicht genau weiß, wie sie mit Jugendlichen umgehen soll, die Gewalttaten androhen. Olivers Konflikte sind differenziert herausgearbeitet. Die Figur selbst ist sehr sensibel angelegt und wird von Ludwig Trepte überzeugend verkörpert.“
Kommentar schreiben

Ab 6. August im Handel: "Best of Bella Block". Vier starke Filme der ZDF-Reihe auf DVD, darunter das von Eva und Volker A. Zahn geschriebene Kirchendrama "Mord unterm Kreuz" (Regie: Hans Steinbichler). Das Thema des Krimis ist hochaktuell: Es geht um die brutale Misshandlung von Kindern in katholischen Erziehungsheimen in den sechziger und siebziger Jahren. 6, 73 Millionen Menschen sahen den Film bei seiner Erstausstrahlung 2006, und auch die Kritiker waren begeistert. „Besseres als hier lässt sich aus der Institution deutscher Fernsehkrimi kaum machen“, befand der „Spiegel“, und in der Online-Ausgabe des Nachrichtenmagazins war zu lesen: „Das intelligente Filmskript des bewährten Duos Eva und Volker A. Zahn verpackt die Geschichte in einen klassischen Whodunit-Plot. Zusammen mit dem durchweg exzellenten Ensemble gelingt es dem eigenwilligen Regie-Talent Hans Steinbichler in seiner ersten Fernseharbeit daraus einen spannenden, düsteren Kriminalfilm zu machen.”
„Alles ist hochrangig an diesem Krimi“, befand „epd medien“: „Der Regisseur Hans Steinbichler, das versierte Autoren-Duo Eva und Volker A. Zahn, die Kamera von Bella Halben, Gast-Schauspieler wie Monica Bleibtreu und Sylvester Groth und im Mittelpunkt immer wieder Hannelore Hoger als Bella Block. Es war wohl ein kleines Experiment. Wie viel Kino verträgt das Fernsehen? Wie viel Kunstfilm verträgt der Krimi? Ein interessanter Balance-Akt, der sich manchmal bedenklich zu der einen oder anderen Seite neigte, um sich dann doch wieder ins Gleichgewicht zu begeben.“ Die TV-Kritikerin Barbara Sichtermann adelte den Film zu einem „Bravourstück“, und in „Blickpunkt:Film“ war zu lesen: „Ungewöhnlich an diesem Fernsehfilm ist vor allem die unversöhnliche Kirchenfeindlichkeit, die sich explizit gegen die Katholiken richtet. Bella Block ergeht sich mehrfach in einer derart geharnischten Klerikalkritik, dass dies mit kriminalistischer Strategie kaum noch zu rechtfertigen ist. Gleichzeitig muss sie selber aber auch viele Anfeindungen einstecken, so dass die Figur fast demontiert wird. Tatsächlich sind ihre Selbstgerechtigkeit und ihr Rigorismus diesmal stellenweise fast unerträglich. Andererseits ist ihre Moral der Fels in der Brandung. Die unstete Bildgestaltung von Bella Halben verdeutlicht den Zustand der Figuren: Die agile Kamera ist immer in Bewegung und fast schon sezierend nah an den Personen. Ungewöhnlich extreme Perspektiven etwa aus der Draufsicht sorgen wiederum für beobachtende Distanz, so dass die Geschichte von Eva und Volker A. Zahn (erst kürzlich mit einem ausgezeichneten Drehbuch für die erste „Duo“-Ausgabe mit Lisa Martinek) mitunter fast schon die Züge eines beobachtenden Experiments trägt.“
Zu bestellen unter: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B003LQTL0KDer
Kommentar schreiben

„Keine Hatz und schon gar kein Halali. Der Titel „Auf der Jagd“ setzt auf eine falsche Fährte. Ursprünglich sollte Bella Blocks fünfter Fall „Im dunklen Wald“ heißen. Das hatte was. Nicht nur, weil dort die grausamen Verbrechen verübt wurden, mit denen sie diesmal konfrontiert wird. Sondern, weil die unerläßliche Draufsicht auf „diesen verdammten Scheißwald“ vor den Toren Hamburgs, eingangs durch großzügige Kamerafahrten über die Baumwipfel symbolisiert, sich als trügerisch erweist. Unten, in Dorf und Gehölz, will sich das Dunkel um die Überreste eines vermissten Ehepaares nicht lichten. Im Gegenteil, nur ein paar hundert Bäume entfernt wird ein zweites Paar tot aufgefunden. Und dem kleinen Sohn der Toten hatte Frau Block recht gegeben, als der sie beschimpfte, versagt zu haben. Doch darüber zu philosophieren, dass man immer zu spät kommt, ist der Kommissarin Sache nicht; sie tut ihre Arbeit, bestimmt, knapp, fast lakonisch. Und wütend. Sie ist auf dem Holzweg, weiß es, verhaftet immer wieder einen Falschen, „weil ich den Richtigen nicht kriegen kann„, und bricht, ganz allein im Dorfgasthof, in Tränen aus. Wie Hannelore Hoger diese, ihre Bella Block erneut um Facetten bereichert, ist bewunderungswürdig: Die herb-süße Liebesgeschichte mit einem Literaturprofessor – für den Plot irrelevant, für die Figur unabdingbar – wird so beiläufig absolviert, daß dem Assistenten beim Morgenrapport fast das Marmeladenbrötchen aus dem Gesicht fällt. Die fortschreitende Emanzipation der Emanzipierten von Doris Gerckes Romanheldin lag den Drehbuchautoren Eva und Volker A. Zahn offenbar am Herzen. Bellas bekannt knappe Dialoge und ihre Methode der simplen Gegenfrage fallen durch große Präzision auf. Die Zahns lassen den grausigen Tathergang im Wald mit Bellas Assistenten nachstellen, und die gleichzeitige Erörterung der Vorgänge verfremdet das Ungeheuer1iche – zumal in Markus Imbodens schön stiller Inszenierung.“ Diese schön stille Inszenierung, die die Berliner „tageszeitung“ 1998 lobte, ist jetzt auf DVD erhältlich, zusammen mit den vier ersten Filmen aus der ZDF-Krimireihe: Die Box „Bella Block – Die Filme der 90er“ kostet akkurate 26, 95 Euro und ist im ZDF-Shop erhältlich unter: http://shop.zdf.de/products/1617/

Kommentar schreiben

Über vier Millionen Zuschauer (Marktanteil 17, 1 Prozent) verfolgten am Samstagabend das von Eva Zahn und Volker A. Zahn geschrieben  Krimi- und Familiendrama „Verkauft und verraten“ aus der ZDF-Reihe „Das Duo“. Unter der Regie von Marcus Weiler spielten neben Lisa Martinek und Charlotte Schwab u. a. Corinna Harfouch (Foto), Paula Kalenberg, Adrian Topol, Michael Wenninger und Rolf Becker.
Auch den meisten TV-Kritikern gefiel der Film. „Manchmal entpuppt sich ein ganz normaler Samstagabendkrimi als ungewöhnlich fesselnder Film“, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“, und die Berliner TAZ sekundiert: „Der Fall ist hart an der Realität entlang gestrickt: Ein insolventes Hotel vom Stil moderner Schlichtbau muss verkauft werden. Der Besitzer verhandelt mit einem Rechtsaußenanwalt, aus dem Objekt soll ein Schulungszentrum für Neonazis werden.
Doch hier enden die Parallelen mit Delmenhorst: Wir sind in Lübeck, die Ermittlerinnen heißen Marion Ahrens und Clara Hertz, und der Hotelier liegt plötzlich erschossen neben dem pfändungsbedrohten Porsche in der Tiefgarage. Was sich dann entfaltet, ist ein Familienbild - so faszinierend wie bedrückend: Die Mutter, die sich zuletzt nur um die an einer seltenen Krankheit leidende Tochter kümmern konnte. Die beiden anderen Kinder, Antipoden in der politischen Auseinandersetzung um den Hotelverkauf - er pseudo-rechts, sie Antifa. Und über allem der tote Vater, der ein liebevoll verbohrter Hallodri war. Corinna Harfouch als Mutter dominiert ihn mit einer atemberaubenden Brillanz.“
Das Branchen-Magazin „Blickpunkt:Film“ schreibt: „2006 sorgte der geplante Verkauf eines Hotels in Delmenhorst bundesweit für Schlagzeilen, weil es von Rechtsradikalen in ein Schulungszentrum umgewandelt werden sollte. Dieser Skandal könnte eine der Inspirationsquellen des Autorenduos Eva Zahn und Volker A. Zahn bei dem Drehbuch zu „Das Duo - Verkauft und verraten“ gewesen sein: der Hotelier Kaspar Mundorf wird ermordet. Dass er sein Hotel an Rechtsextreme verkaufen wollte, ist das schlagende Motiv für den Mord. Die Kommissarinnen Marion Ahrens und Clara Hertz ermitteln dennoch in verschiedene Richtungen und stoßen nicht nur auf einen Erpressungsfall, sondern auch auf eine schicksalhafte Familiengeschichte, in deren Zentrum die Hoteliersgattin Anna (Corinna Harfouch) steht. „Das Duo“ setzt weniger auf Spannung, als auf das intensive Entblättern des Falles. Dabei ist Corinna Harfouch die zentrale Figur. Wie sie nach dem Tod ihrer lange erkrankten Tochter und ihres Mannes aus einem Schock aufzuwachen scheint, erstmals wieder ihre anderen Kinder und deren Probleme wahrnimmt und sich dünnhäutig, aber entschlossen dem Schicksal stellt, ist wirklich sehenswert.“
„Stark“ urteilt auch der „Stern“ kurz und knapp über das Krimi-Drama, und die Zeitschrift „Gong“ resümiert: „Rechtsextremismus ist oft eine schleichende Gefahr, und so wird sie hier auch dargestellt: leise, kaum Parolen, ohne Klischees.“
Kommentar schreiben